Gedanken zur Jahreslosung 2017

Bild: Die Jahreslosung 2017 im Verlang am Birnbach
Die Jahreslosung im Verlag am Birnbach

Wenn ich das Wort "Herz" höre, dann denke ich zuerst an das Organ in meiner Brust. Das Organ, das dafür sorgt, dass mein ganzer Körper durchblutet wird. Wenn das Herz nicht mehr funktioniert, wenn es aufhört zu schlagen, dann stirbt man. Ohne Herz können wir Menschen nicht leben.

Schnell denke ich aber beim Wort "Herz" auch an Gefühle. "Er hat mir das Herz gebrochen." "Sei nicht so hartherzig." "Ich hab sie in mein Herz geschlossen." Alles Redewendungen, die versuchen unsere Gefühle zu beschreiben. Das Herz ist für uns nicht nur ein lebenswichtiges Organ, sondern auch der Sitz unserer Gefühle. Wir haben "Herzschmerz" oder unser "Herz schlägt schneller". Ohne Herz - ohne Gefühle - können wir Menschen nicht leben.

Die Jahreslosung 2017 spricht auch vom Herz und zwar von einem neuen. Sie steht im Buch des Prohpeten Ezechiel und lautet: "Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch." (Ez 36,26). Etwas weiter vorne heist es bei Ezechiel im 11. Kapitel sogar noch deutlicher und bildlicher: "Ich nehme das Herz aus Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch." (Ez 11,19). Fleischlich ist unser neues Herz, lebendig - nicht hart und kalt wie ein Stein.
Ohne ein lebendiges Herz sollen und brauchen wir Menschen nicht zu leben. Gott schenkt uns ein neues Herz.

Die Jahreslosung 2017

„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“
Hesekiel 36,26

Ein Herz voller Gefühle, voller Liebe, für uns selbst und für unsere Mitmenschen. Und so wie das Herz Blut durch unseren Körper pumpt und uns damit lebendig hält, so lässt unser neues Herz nun einen neuen Geist durch uns fließen, der uns und unser Leben verändert. Gott schenkt uns ein neues Herz und einen neuen Geist, der uns unsere Gefühle leben lässt.

Ich wünsche uns, dass wir im neuen Jahr 2017 unser Herz sprechen und handeln lassen - für uns selbst und führ unsere Mitmenschen. Und ich wünsche uns, dass der neue Geist uns verändert und uns neue Wege aufzeigt, die uns, unser Leben und unsere Gemeinde bereichern.

Ihre Sarah-Madeleine Keller